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Forum Deutsche Sprache in Portugal

16 März, 2018 @ 9:00 - 17:00

16. März 2018

Universidade do Minho, Braga, Campus de Gualtar, Auditorium ILCH

 Vermittlung des Deutschen als globale Kommunikationssprache oder Werkzeug kultureller Identität

Mit Südeuropa in der Opferrolle eines ‚germanischen‘ Finanzimperialismus florierten in der letzten Dekade negative Deutschlandbilder. Auch wenn das jetzt wieder abflaut, bleibt es eine Herausforderung. Geht das denn: Deutsch lernen ohne die Deutschen zu mögen? „Man spricht wieder deutsch“ als Ausdruck von Macht in Europa via Sprache: Kann das eine gesunde Basis für „Man lernt wieder deutsch“ sein? Gelingt es, die Assoziation mit der ‚Sprache der Henker‘ abzuwerfen gegenüber dem Wunschbild ‚Sprache der Helfer‘ (z.B. in Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise)? Deutsch lernen mit oder ohne der vielbemühten ‚Leitkultur‘ oder ähnliche Vorgaben eines kulturellen Minimalkonsenses bzw. Lernpakets eines kollektiven ‚Habitus‘ (Pünktlichkeit, ….)?

Es gilt, diese generelle Thematik auf verschiedene Bereiche und auf die Situation in Portugal zuzuschneiden:

  • Forschung / Lehre (Universitäten; Fachhochschulen; Schulen): Welchen Sinn haben philologische Inhalte für German Studies? Wenn schon in Deutschland alles inter/transkulturell redefiniert wird, kann / soll man da noch von einer ‚Identität’ der Germanistik / der Lehre des Deutschen im Ausland sprechen? Spielen Literatur, Philosophie, Künste noch oder wieder eine Rolle?
  • Wirtschaft / Betriebe / berufliche Ausbildung: Ergibt eine kulturelle und sprachliche Identität von Betrieben, z.B. unter Schlagworten wie precisão germânica noch einen Sinn (attraktives oder inattraktives Nation Branding)? Oder bleibt deutsche Sprache funktional als sekundäre small talk-Kompetenz für Kaffeepause und Feierabend nach Global English als (Fachsprachen-)Basis?

Programm

9.30 – 9.45                  Eröffnung

9.45 – 11h15               Inputreferate und Diskussion 1 – Forschung/Lehre

11h15 – 11h30            Kaffeepause

11h30 – 12h15            Bestandsaufnahme: DAAD, GI, ZfA

12h15 – 13h30            Mittagspause

13h30 – 14h45            Inputreferate und Diskussion 2 – Wirtschaft/Betriebe

14h45 – 15h00            Kaffeepause

15h00 – 16h00            Gesprächsrunde: sprachpolitische Fragen

16h00 – 16h30            Abschlussrunde

 

Input-Referate und Diskussion 1 – Forschung / Lehre

Moderation: Peter Hanenberg (Katholische Universität, Lissabon)

  • John Greenfield (Universität Porto)

Trotz allem Germanistik – das Beispiel vom Erasmus Mundus Master German Literature in the European Middle Ages

  • Cláudia Ninhos (Neue Universität Lissabon)

A relevância da língua alemã para a investigação historiográfica portuguesa / Relevanz von Deutschkompetenz für die Geschichtsforschung in Portugal (em português; PowerPoint auf deutsch)

 

Bestandsaufnahme

Moderation: Anke Kastner (Botschaft):

  • Stephan Hoffmann (Goethe-Institut Lissabon)
  • Yasmin Elagy und Jens Liebig (DAAD, Universität Lissabon und Coimbra)
  • Mónica Reis, stellvertretende Leiterin der Deutschen Schule Porto
  • DUAL (Fatima Pires, Isabel Faria)

 

Input-Referate und Diskussion 2 – Wirtschaft / Betriebe

  • Paul Cezanne Firma Fuchs, Porto

Vetr. DUAL (Fatima Pires, Isabel Faria)

Gesprächsrunde zu sprachpolitischen Fragen

Moderation: Gerd Hammer (Universität Lissabon)

  • António Sousa Ribeiro (Universität Coimbra): Forschungsprojekt Gewalt und Sprache, Kooperation mit der Universität Mainz
  • Stephan Hoffmann (Goethe-Institut): Projekte des Goethe Instituts: digitale Klicke & 10 Jahre PASCH-Schulen
  • Annette Kind (Universität Porto): zum Stand der Deutschlehrerausbildung in Portugal
  • Orlando Grossegesse / Bernhard Sylla (Universität Minho): Übersetzung und Kulturvermittlung (+ Präsentation der Anthologie Sprachphilosophie)

 

Organisiert von:

FOTOGALERIE

Detalhes

Data:
16 März, 2018
Hora:
9:00 - 17:00

Local

Universidade do MInho – Auditório ILCH
Campus de Gualtar
Braga, 4710
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